Internationaler Forschungspreis für Tumorrekonstruktion aus Gewebsschnitten
Für das Festlegen des Behandlungskonzepts von bösartigen Tumoren des Gebärmutterhalses ist es wichtig zu erfassen, in welcher Art und in welche Richtung sie sich im gesunden Gewebe ausbreiten. Dazu wird das Operationspräparat routinemäßig in Form von dünnen Gewebsschnitten untersucht. Forscher aus dem Interdisziplinären Zentrum für Bioinformatik (IZBI) und der Medizinischen Fakultät gingen einen Schritt weiter: Sie entwickelten ein Programm, das mehrere solcher histologischer Gewebsschnitte miteinander verknüpft, so dass die Grenzregion zwischen Tumor und gesundem Gewebe, die so genannte Tumorinvasionsfront, besser charakterisiert werden kann.
Dr. Ulf-Dietrich Braumann, Bildverarbeiter aus dem IZBI, erklärt: "Unser Verfahren erzeugt aus mehreren hundert mikroskopischen Bildern hauchdünner Gewebsschnitte eine räumliche Ansicht des Tumors in zellulärer Auflösung". Dr. Jens Einenkel, Oberarzt in der Universitätsfrauenklinik ergänzt: "Die räumliche Struktur der Grenzfläche zwischen Tumor und gesundem Gewebe war bislang in dieser Qualität nicht bekannt".
Das Preiskomitee würdigte die Arbeit von Dr.-Ing. Ulf-Dietrich Braumann und Dr. rer. nat. Jens-Peer Kuska (IZBI), Dr. med. Jens Einenkel, Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Michael Höckel (Universitätsfrauenklinik), Prof. Dr. med. Lars-Christian Horn (Institut für Pathologie), Prof. Dr. med. phys. Markus Löffler (Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie IMISE; IZBI) in ihrer Laudatio. Die Arbeit wurde unlängst in der Fachzeitschrift IEEE Transactions on Medical Imaging publiziert (Bd. 24, Nr. 10, S. 1286-1307, 2005)
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