IBM und das Karolinska Institutet arbeiten an Schwedens erster IT-basierter Biobank
Entschlüsselung von Krankheiten mit genomischen Forschungs- und klinischen Patientendaten
IBM und das schwedische Forschungsinstitut Karolinska Institutet bauen zusammen die erste IT-basierte Biobank in Schweden auf. Ziel ist es, das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen auf die Gesundheit zu erforschen. Basis der Biobank am Karolinska Institutet bildet neben genomischen Forschungs- und klinischen Patientendaten die IT-Infrastruktur von IBM. Mit Hilfe der Biobank sollen künftig auch Behandlungsabläufe verbessert und die Entwicklung individueller Therapien beschleunigt werden.
"Durch unsere Kooperation mit dem Karolinska Institutet fördern wir die informationsbasierte Medizin. Der Einsatz von IT ermöglicht es, klinische Daten wie zum Beispiel Labortests und Familienhistorien, und Erkenntnisse über das menschliche Genom zusammenzuführen", sagt Mike Svinte, Vice President Information-Based Medicine, IBM Life Sciences. "Wenn wir verstehen, wie genetische Varianten und ihre Reaktion auf Krankheiten zusammenhängen, helfen wir Ärzten dabei, präzisere Diagnosen zu stellen. Dieses Verständnis brauchen auch Arzneimittelhersteller, um gezielte Medikationen zu entwickeln und geeignete Teilnehmer für klinische Studien zu finden."
Gemeinsam wollen IBM und das schwedische Forschungsinstitut Karolinska Institutet die erste IT-basierte Biobank in Schweden entwickeln. Dabei werden die Forscher vom Karolinska Institutet Tausende von menschlichen Gewebeproben zusammen mit Genetik- und Umweltdaten untersuchen. Das Biobank-Projekt ist Teil einer strategischen Partnerschaft zwischen IBM und dem Karolinska Institutet, die zum Ziel hat, Forschungsprojekte im ganzen Land in das Biobanking-Projekt zu integrieren. Das Forschungsinstitut will dabei Standards zur Datenerhebung entwickeln und mit IBM eine IT-Infrastruktur zur Verfügung stellen, die dazu beitragen soll, komplexe Erkrankungen zu erforschen sowie diese rascher und gezielter zu behandeln.
Mit der Biobank am Karolinska Institutet können Wissenschaftler in Zukunft Hypothesen erproben und so die klinische Forschung vorantreiben. Die Biobank bildet hierbei das Herzstück und fungiert gleichzeitig als Service Provider, der den Forschern auch bei der Einhaltung gesetzlicher Regelungen im Biobanking Umfeld Unterstützung bietet. IBM bringt in das Projekt die IBM Healthcare and Life Sciences Clinical Genomics Solution ein. Diese Lösung bietet eine sichere und stabile Umgebung, um klinische und biomedizinische Forschungsdaten reibungslos zu integrieren. Die Lösung hilft Kunden dabei, die strengen Standards rund um den Patienten-Datenschutz einzuhalten - wie etwa die Richtlinie HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act) in den USA und entsprechende Datenschutzbestimmungen der EU. Das IBM Sicherheitssystem basiert auf Produkten der Tivoli Suite. Mit den Tivoli-Anwendungen können Institutionen einheitliche Sicherheitsrichtlinien festlegen, die sowohl auf internen Sicherheitsanforderungen als auch auf allgemeinen Industriestandards basieren.
"Unser Ziel ist es, international zur Epidemiologie-Forschung beizutragen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und einen Leitfaden für neue Studien zu konzipieren. Die IT-Infrastruktur und das Know-how von IBM sind für die Umsetzung unserer Pläne entscheidend", sagt Professor Jan-Eric Litton, Director of Informatics am Karolinska Institut.
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