US-Publikation liefert falsche Berechnung der Entwicklungskosten von Krebsmedikamenten
Ein wesentlicher Kostenblock wird nicht berücksichtigt
Vor allem aber rechnen die Autoren fast nur Kosten ein, die nach der Erfindung der jeweiligen Wirkstoffe angefallen sind; die Ausgaben für die Jahre dauernde Erarbeitung eines neuen Wirkstoffs (aufbauend auf den Erkenntnissen der Grundlagenforschung) unterschlagen sie weitgehend. Aus anderen Studien geht hervor, dass man für diesen Abschnitt noch mal mehrere hundert Millionen US-Dollar aufschlagen muss (beispielsweise durchschnittlich 674 Mio. US-Dollar laut SM Paul et al.; Nature online, 2010).
Dazu sagt Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung/Entwicklung/Innovation des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa): "Die Untersuchung von Prasad und Mailankody, die bedeutende Kostenpositionen nicht berücksichtigt und eine untaugliche Stichprobe verwendet, ist kein seriöser Beitrag zur Diskussion über Forschungs- und Entwicklungskosten von Krebsmedikamenten."
Originalveröffentlichung
Vinay Prasad, Sham Mailankody; "Research and Development Spending to Bring a Single Cancer Drug to Market and Revenues After Approval"; JAMA Intern Med; online publiziert am 11.09.2017.
Steven M. Paul et al.; "How to improve R&D productivity: the pharmaceutical industry's grand challenge"; Nature online; 2010, S. 203 - 214
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