Merck erhält zweites US-Patent für CRISPR-Technologie zur Genomeditierung
CRISPR-chrom-Technologie verbessert Zugänglichkeit des Genoms und sorgt für effizientere Editierung
Merck hat bekannt gegeben, dass das US-amerikanische Patentamt (United States Patent and Trademark Office) das Patent auf die CRISPR-chrom-Technologie des Unternehmens erteilt hat. Mit dieser Bewilligung ist Merck der einzige Inhaber eines Patents, das die Fusion von chromatinmodulierenden Peptiden mit CRISPR-Proteinen abdeckt. Die Technologie trägt dazu bei, Chromatin zu beseitigen, wodurch die Zugänglichkeit des Genoms verbessert wird.
„Mit dieser Erteilung verfügen wir nun über das zweite CRISPR-Patent in den USA und das insgesamt 23. CRISPR-bezogene Patent weltweit. Als führender Innovator der CRISPR-Technologie werden wir weiterhin Innovationen vorantreiben und mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie über die fortschrittlichsten Optionen zur Genomeditierung verfügen“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science.
Da die genomische DNA in Säugetierzellen dicht von Proteinkomplexen, dem sogenannten Chromatin, umwickelt ist, ist die genomische DNA für CRISPR häufig nicht zugänglich. Die CRISPR-chrom-Technologie von Merck funktioniert durch die Fusion von chromatinmodulierenden Peptiden mit einem CRISPR-Protein, Cas9 (d. h. der CRISPR-DNA-Schere), und ermöglicht so eine effizientere Genomeditierung. Diese Arbeit wurde ursprünglich in der Februar-Ausgabe 2018 der Fachzeitschrift The CRISPR Journal veröffentlicht.
Der Unternehmensbereich Life Science von Merck betreibt Forschung und Entwicklung, um Verbesserungen bei Genomeditierungstechnologien voranzutreiben.
Das Patentportfolio von Merck zu CRISPR beinhaltet erteilte Patente für CRISPR-bezogene Technologien, die grundlegende und alternative Methoden zur Genomeditierung umfassen. Für seine CRISPR-Integrationstechnologie wurden Merck Patente in Australien, China, Europa, Israel, Kanada, Singapur und Südkorea erteilt. In Europa erteilte sowie in anderen Ländern angemeldete Patente umfassen Plasmid- oder Virusvektoren enkodierende CRISPR-Systeme, die zur Modifikation des Genoms eukaryotischer Zellen erforderlich sind. Weitere europäische Patente und laufende Patentanmeldungen beziehen sich auf Protein-RNA-Nickase-Komplexe.
Merck erhielt das erste US-Patent für seine proxy-CRISPR-Technologie, mit der die Effizienz, Flexibilität und Spezifität von CRISPR gesteigert wird, im Februar 2019. Das Unternehmen hat sein CRISPR-Patentportfolio erfolgreich auslizenziert und vergibt weiterhin Lizenzen für sein gesamtes CRISPR-Patentportfolio für sämtliche Anwendungsgebiete. Merck sucht proaktiv und mit Nachdruck Partner für die Auslizenzierung von CRISPR-Patenten in Bereichen wie Therapeutika, Landwirtschaft sowie Forschung und begrüßt derartige Kooperationsmöglichkeiten.
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