Capsulution und QIAGEN starten Forschungsprojekt zu LBL-Kapseln und Nano-Tests
Entwicklung neuer Perspektiven in Krebstherapie und - diagnostik erfolgt in Kooperation mit Hochschulen
Capsulution Nanoscience AG und QIAGEN GmbH setzen auf Zusammenarbeit. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages wollen die Unternehmen Synergien nutzen, die sich aus programmierbaren Biomolekülen und den neuesten Entwicklungen der Nanotechnologie ergeben. Diese Zukunftstechnologie beschäftigt sich mit Strukturen auf kleinster Ebene. Gleich drei Hochschulinstitute sind mit von der Partie: die Arbeitsgruppen "Liebscher" vom Institut für Chemie und "Herrmann" vom Institut für Biologie der Humboldt-Universität Berlin sowie die Arbeitsgruppe "Huster" vom Institut für Biotechnologie der Martin-Luther-Universität in Halle. Gefördert wird das Gemeinschaftsprojekt im Rahmen des BMWF-Förderprogramms "Nanobiotechnologie" mit insgesamt 1,23 Millionen Euro. Inhalt sind zum einen grundlegende Arbeiten zur Kopplung von kurzen Abschnitten der Erbsubstanz (Oligonukleotide) an LBL®- funktionalisierte Partikel. Dabei handelt es sich um Nanopartikel bzw. -kapseln, welche sich für unterschiedliche Anwendungen wie zum Beispiel den Wirkstoff-Transport eignen. Zum anderen steht in den nächsten drei Jahren die Erforschung von zukunftsträchtigen diagnostischen und medizinischen Anwendungen auf dem Programm, mit denen sich Krebs- und andere Erkrankungen leichter erkennen und behandeln lassen.
So ist die Entwicklung eines einfachen, hochempfindlichen und spezifischen Schnelltests geplant, um krankheitsauslösende Gene wie die sogenannten "Krebsgene" aber auch Bakterien, Viren und Gen-veränderte Organismen nachzuweisen. Neben einer leichteren und verbesserten Diagnose will das Gemeinschaftsprojekt auch der Krebs- und Gentherapie auf die Sprünge helfen: Transportcontainer und Trojanische Pferde sollen einen gezielten Wirkstofftransport bis in die einzelne Zelle ermöglichen. Geplant für die innovativen Drug-Delivery-Systeme ist ein Baukastensystem: Mit seiner Hilfe werden die Oberflächen von wirkstoffgefüllten Kapseln so verändert, dass sie je nach Bedarf an bestimmte Zelltypen adressiert werden können. "In beiden Forschungsvorhaben - Diagnose und Therapie - setzen wir auf LBL-Kapseln mit modifizierten Oberflächen, die an ihrer Außenfläche Oligonukleotide tragen werden", erklärt Projektkoordinator Lars Dähne von Capsulution. Die kurzen, aus Bausteinen der Erbsubstanz bestehenden Fäden agieren als Erkennungssequenzen, können aber auch als Wirkstoff therapeutische Wirkung entfalten.
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