Bioenergiepark Nordwaldeck: Infraserv Höchst wird Partner der Stadt Bad Arolsen
Ehemaliges Militärgelände soll entwickelt werden
Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Bad Arolsen soll der Bioenergiepark Nordwaldeck entstehen. Die Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) und Infraserv Höchst beabsichtigen, das Projekt gemeinsam zu entwickeln.
Im Süden der nordhessischen Kommune befinden sich das 29 Hektar große ehemalige Kasernengelände sowie ein 330 Hektar umfassender Truppenübungsplatz. Bis November letzten Jahres wurde das Areal von der Bundeswehr genutzt. Nun bietet sich die Fläche für eine gewerbliche Nutzung an, wobei die Entwicklungsmöglichkeiten auf der Basis eines professionellen Flächennutzungskonzeptes optimal ausgeschöpft werden sollen. Nach einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren, an dem sich 17 Interessenten beteiligt haben, hat sich die Stadt Bad Arolsen für Infraserv Höchst als Partner entschieden.
Hinter dem Begriff "Bioenergiepark" verbirgt sich ein ganzheitliches Flächennutzungskonzept, das verschiedene Anlagen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe vorsieht. In Frage kommen ein Biomassekraftwerk sowie Produktionsanlagen für Bioethanol, Biodiesel oder Biogas, wobei sich aus dem Verbund derartiger Anlagen und den vergleichbaren Anforderungen an die Infrastruktur des Standortes erhebliche Synergieeffekte realisieren lassen
Nach der Zustimmung durch die Stadtverordnetenversammlung wird nun eine Machbarkeitsstudie erstellt, um die Wirtschaftlichkeit des Bioenergieparks zu prüfen. Falls das Ergebnis positiv ausfällt, kann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das in den folgenden Monaten die Planungsgrundlagen für den Bioenergiepark schafft. 2007 können dann erste Anlagen entstehen. Bei dem Gemeinschaftsunternehmens werden Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) die Mehrheit der Anteile halten. Dieses Unternehmen soll das Kasernengelände inklusive des ehemaligen Truppenübungsplatzes aus dem Besitz des Bundes erwerben und dort ein Biomassekraftwerk errichten und betreiben - vorgesehen ist eine Anlage mit bis zu 20 Megawatt elektrischer Leistung. Das Gemeinschaftsunternehmen wird zudem für den Betrieb der Infrastruktur verantwortlich zeichnen und Flächen sowie Gebäude an interessierte Unternehmen vermieten und Erbpacht in Aussicht stellen.
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