Mit Rotlicht im Kampf gegen Tumorzellen
Neuer Photosensibilisator Photosan erhält europaweite Zulassung für die Photodynamische Therapie (PDT)
Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) mit Photosan erfolgt die Behandlung eines Tumors mit einfachem Rotlicht, z.B. aus einem Rotlicht-Laser. Je nach Lage kann die Lichtzuführung dabei direkt oder über Lichtleiter erfolgen. 48 Stunden zuvor haben die Patienten eine Infusion mit Photosanlösung erhalten.
Der jetzt in den Tumorzellen angereicherte Stoff überträgt die Lichtenergie auf dort vorhandenen Sauerstoff. Sehr lokal entsteht dadurch angeregter Singulett-Sauerstoff. Diese aggressive Sauerstoffspezies schädigt die Zellorganellen der befallenen Zellen, sie nekrotisieren oder gehen durch programmierten Zelltod unter.
Photosan wird von der Seehof Laboratorium GmbH hergestellt. Nahezu alle schnell wuchernden Gewebe können sensibilisiert werden, zur erfolgreichen Therapie ist deren ausreichende Ausleuchtung notwendig. Der Arzt muss über Erfahrung in der PDT mit der Stoffgruppe des Photosan verfügen. Die Wirksamkeit des Therapieverfahrens ist durch klinische Prüfungen und mehrere tausend Anwendungen weltweit belegt. Die Vorteile der PDT mit Photosan sind ihre Wiederholbarkeit, der günstige Preis und die weitere Zugänglichkeit für andere Therapieansätze. Nicht zuletzt zu nennen sind auch die in der Regel guten bis sehr guten kosmetischen Ergebnisse und die im Vergleich zu den meisten Tumortherapien geringen Nebenwirkungen, was die PDT besonders auch für palliative Behandlungen interessant macht. Die Photodynamische Therapie ist in letzter Zeit durch ihre Einführung in der Augenheilkunde einer weiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Die größten Erfahrungen mit dieser Therapieform liegen bei der Behandlung von Haut- und Schleimhauttumoren vor. Bislang waren hier zugelassene Photosensibilisatoren jedoch nur für sehr eingeschränkte Indikationen verfügbar. Mit Photosan, einem Hämatoporphyrin-Derivat, steht nun ein in weiten Bereichen der PDT einsetzbarer Photosensibilisator zur Verfügung. Nicht zuletzt auch wegen der günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollte dieses eine Umorientierung in der Krebstherapie einleiten. Den PDT-erfahrenen Operateuren in der gesamten EU eröffnet sich jetzt endlich die Möglichkeit die unbestreitbaren Vorteile der photodynamischen Therapie überall dort zu nutzen, wo sie auch sinnvoll ist. Damit ist der Weg der Photodynamischen Therapie aus der Nische hin zur Standardtherapie vorprogrammiert.
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