Schmetterlinge und Gentechnik: Neue Richtlinie hilft Wirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen zu ermitteln
Die Richtlinie VDI 4330 Blatt 13 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO); Standardisierte Erfassung von Schmetterlingen (Lepidoptera); Transektmethode, Lichtfang und Larvalerfassung" erfasst Wirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Schmetterlinge. Sie kann im Monitoring des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen eingesetzt werden, das von der Europäischen Union verbindlich vorgeschriebenen ist.
Für einen Einsatz im GVO-Monitoring eignen sich besonders Schmetterlinge. Schmetterlinge sind gut mit standardisierten Erfassungsmethoden nachweisbar und der wissenschaftliche Kenntnisstand zu ihrer Biologie und Ökologie ist hoch. Durch die Nutzung verschiedener Lebensräume, ihre weite Verbreitung und unterschiedlichen ökologischen Ansprüche sind Schmetterlinge gute Indikatoren, um Veränderungen in der Umwelt anzuzeigen. Die Richtlinie VDI 4330 Blatt 13 beschreibt die fachlichen Standards zum Monitoring dreier verschiedener Gruppen: Tagfalter, Nachtfalter und Schmetterlingslarven. Darüber hinaus werden Probenahmestrategie und statistische Auswertung detailliert formuliert, so dass mit Anwendung der Richtlinie regionale und überregionale Effekte in verschiedenen, relevanten Lebensräumen erfasst werden können. Die Beschreibung qualitätssichernder Maßnahmen rundet die Richtlinie zum GVO-Monitoring von Schmetterlingen ab. Mit Veröffentlichung der Richtlinie VDI 4330 Blatt 13 steht nun ein fachlich abgesichertes Werkzeug zur Verfügung, um potentielle Wirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen beobachten zu können.
Herausgeber der Richtlinie VDI 4330 Blatt 13 ist der Fachbereich Biotechnologie im VDI, Technologies of Life Sciences.
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