Kompetenz-Tage bei Evonik zeigen Perspektiven in der Biotechnologie
Potenziale und Chancen sind längst noch nicht ausgeschöpft
Weiße Biotechnologie reift zu einem der wichtigsten Träger von Wachstum und Innovation in der Chemie des 21. Jahrhunderts. Eine der größten Fachveranstaltungen von Evonik Industries zum Thema Weiße Biotechnologie in Marl belegte jetzt diese Einschätzung. Rund 150 Teilnehmer aus dem Konzern, der Wirtschaft und Politik trafen sich dazu am 9. und 10. September 2009 unter dem Titel „Bio Business Perspectives“. Dabei ging es um neue biotechnologische Verfahren und Produkte für die Anforderungen von Morgen. Zwar punktet die Weiße Biotechnologie in vielen Bereichen schon heute - durch einen sparsamen Bedarf an Energie und Ressourcen ist sie häufig bereits eine Alternative zu herkömmlichen Verfahren in der Chemie. Doch die beiden „Area of Competence“-Tage bei Evonik machten deutlich, dass das wirtschaftliche und ökologische Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.
„Weiße Biotechnologie heißt: Auf natürlichem Fundament entstehen neue Methoden, neue Möglichkeiten, neue Märkte“, so Patrik Wohlhauser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Degussa GmbH. „Weniger CO2-Emissionen, weniger Energieverbrauch und mehr Effizienz – das sind Vorteile der Weißen Biotechnologie, die gerade in schwierigen Zeiten aufhorchen lassen. In den Märkten Gesundheit, Ernährung und Kosmetik tun sich jetzt ständig neue Wachstumschancen für biobasierte Produkte auf“, so Wohlhauser weiter. „ So hat Evonik unter anderem biotechnologisch hergestellte Produkte wie Ceramide, die verschiedene zelluläre Prozesse der Haut regulieren, auf dem Kosmetikmarkt bereits etabliert“, ergänzte Dr. Peter Nagler, Leiter des Innovation Management Chemicals & Creavis bei Evonik.
In Vorträgen aus den Geschäftsbereichen stellten Experten von Evonik sowohl das heutige Biotechnologiegeschäft mit seinen jeweiligen Chancen und Risiken als auch die Wachstumspotenziale dar. Referenten aus anderen Unternehmen und aus der Peergroup der Branche beleuchteten die Geschäftsperspektiven der Biotechnologie aus ihren Blickwinkeln entlang der Wertschöpfungskette. So stellte zum Beispiel Christophe Rupp-Dahlem, Director of the Vegetal-Based Chemistry Program von Roquette Frankreich, die fermentative Herstellung von Bernsteinsäure aus Glucose für die Herstellung neuer Materialien vor. Eine Demoanlage wird noch 2009 in Betrieb gehen, die erste Produktionsanlage 2 Jahre später. Rupp-Dahlem betonte: „Die industrielle Biotechnologie wird eine tragende Säule unserer zukünftigen Technologien für Bioprodukte sein."
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