Erste Erfolge im Kampf gegen Lymphatische Filariose
Das Wissenschaftsmagazin "The Lancet" veröffentlichte wissenschaftliche Daten, dass bei Schulkindern in Ägypten der Ausbruch der gefürchteten "Lymphatischen Filiariose" (LF) nahezu vollständig verhindert werden konnte, nachdem sie mit Albendazol und einem zweiten Medikament behandelt wurden. Die Belastung mit Parasiten, die LF übertragen, sank um mehr als 90 Prozent.
LF, hierzulande eine "vergessene" Krankheit, bedroht in 83 tropischen und subtropischen Ländern mehr als eine Milliarde Menschen. Rund 120 Millionen Menschen sind infiziert, bei 40 Millionen ist die Krankheit ausgebrochen. LF, auch Elefantiasis genannt, lässt Beine, Arme und Genitalien extrem anschwellen. Die Erkrankten leiden dabei nicht nur unter Schmerzen und Fieberschüben, sondern auch unter sozialer Ausgrenzung. Übertragen wird die Krankheit von Stechmücken: Sie schleusen einen parasitären Wurm in das menschliche Lymphsystem, der die Symptome auslöst.
GlaxoSmithKline hat es sich zur Aufgabe gemacht, LF bis zum Jahr 2020 vollständig zu eliminieren. Dazu müssen die Menschen in den gefährdeten Gebieten über fünf Jahre hinweg einmal jährlich Medikamente erhalten. So auch in Ägypten, wo Wissenschaftler jetzt Antikörper-Tests an Schulkindern vornahmen, die zuvor mehrere Jahre mit dem GSK-Medikament Albendazol und mit Diethylcarbamazine behandelt wurden. Ergebnis: 99 bis 100 Prozent der Kinder sind vor einem Ausbruch der Krankheit geschützt.
Professor David Molyneux von der "Liverpool School of Tropical Medicine" kommentiert die wissenschaftlichen Daten aus Ägypten mit den Worten: "Diese Tests belegen: Wir können die Übertragung der LF stoppen, wenn wir konsequent umsetzen, was die Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen hat - nämlich über fünf Jahre hinweg flächendeckend Medikamente zu verteilen."
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