Nationaler Ethikrat will sich mit Chimären-Experimenten befassen
(dpa) Der Nationale Ethikrat will sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» im kommenden Monat mit so genannten Chimären-Experimenten deutscher Forscher beschäftigen. Das Vorgehen der Wissenschaftler, die menschliche Stammzellen in Gehirne von Tieren Spritzen, sei «absolut inakzeptabel», sagte der Vorsitzende des Ethikrates, Spiros Simitis. Die Forscher sollten zu den Versuchen Stellung nehmen, «damit der bioethische Diskurs nicht wieder überrannt wird». Es sei Eile geboten, denn «in den Laboren passiert sowieso schon mehr, als wir wissen». Mit dem aus der griechischen Mythologie stammenden Begriff Chimäre werden Mischwesen aus Mensch und Tier bezeichnet.
Nach dem «Spiegel»-Bericht haben unter anderem Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen embryonale Stammzellen in das Gehirn von Affen gespritzt. Ein Teil der menschlichen Zellen habe sich dabei zu Nervenzellen entwickelt. Doch dass das Affengehirn sich dadurch dem des Menschen angenähert haben könnte, schließen die Wissenschaftler aus. «Diese wenigen menschlichen Zellen sind nur wie Sandkörner in einem Ozean», sagte der Bioforscher Ahmed Mansouri. Die Affen haben das Experiment nicht überlebt. «Sie haben Tumoren bekommen», sagte Mansouri,
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