Job- und Standortsicherung bei Siemens-Medizintechnik
(dpa) Zum bevorstehenden Börsengang hat sich die Siemens-Medizintechniksparte Healthineers mit Arbeitnehmervertretern auf eine Standort- und Beschäftigungssicherung geeinigt. Damit werden betriebsbedingte Kündigungen sowie die Schließung oder Verlagerung von Standorten ausgeschlossen.
«Mit diesem Zukunftspakt übertragen wir die in der Siemens AG erreichten Sicherheiten für die Arbeitnehmerseite eins zu eins auf die Healthineers», erklärte die Gesamtbetriebsratschefin der Sparte, Dorothea Simon. «Damit schaffen wir gute Voraussetzungen dafür, dass der Börsengang weder jetzt noch künftig zu Lasten der Beschäftigungsbedingungen geht.»
Bei dem Konzern gilt seit Jahren eine entsprechende Vereinbarung mit der Bezeichnung «Radolfzell». Um den Pakt gab es zuletzt im Zuge der geplanten Einschnitte im Siemens-Kraftwerksgeschäft Diskussionen, weil Arbeitnehmervertreter die Vereinbarung durch die Pläne in Frage gestellt sahen, was die Siemens-Führung zurückwies.
Das Unternehmen will in der Kraftwerkssparte tausende Jobs streichen und hatte auch Standortschließungen angekündigt. Derzeit laufen Gespräche dazu mit den Arbeitnehmervertretern.
Am Wochenende hatte der Konzern die Preisspanne für den Börsengang von Healthineers bekanntgegeben. Mit möglichen Einnahmen von bis zu 4,65 Milliarden Euro ist es einer der größten Börsengänge seit Jahren in Deutschland. Healthineers mit einem Jahresumsatz von zuletzt fast 14 Milliarden Euro hat weltweit rund 48.000 Beschäftigte.
Mit der Job- und Standortsicherung bekenne sich das Unternehmen uneingeschränkt zur Tarifbindung und den jeweils regional geltenden Tarifverträgen, hieß es.
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