Antikörper gegen Brustkrebs
Neues Forschungsprojekt an der Universität Regensburg
Seit mehr als 10 Jahren werden Antikörper für eine zielgerichtete Krebstherapie eingesetzt. Mit Antikörpern können Krebszellen direkt und "punktuell" bekämpft werden und gesundes Gewebe bleibt weitgehend verschont. Gegenüber der Chemotherapie hat die Krebstherapie mit Antikörpern somit einen wesentlichen Vorteil.
Antikörper erkennen Eiweißstrukturen (sog. Antigene), die auch für das Zellwachstum von Tumorzellen eine bedeutende Rolle spielen. So erkennt der für die Therapie von Brustkrebs häufig eingesetzte Herceptin-Antikörper den sog. HER2-Wachstumsfaktor-Rezeptor. Durch die Blockierung dieses Rezeptors, der das Wachstum der Tumorzellen viel zu stark stimuliert, kann in vielen Fällen die Vermehrung der Krebszellen gebremst, oder sogar ganz aufgehalten werden. Viele Brustkrebspatientinnen sprechen gut auf diese Therapie an. Bei anderen schlägt sie allerdings nur bedingt oder gar nicht an. Manchmal beobachtet man auch eine Abnahme des Therapieerfolges nach anfänglichem Ansprechen. Die Tumorzellen können demnach gegenüber dem Herceptin-Antikörper resistent werden. Möglicherweise übernehmen bei einer HER2-Rezeptorblockierung andere, diesem Antigen ähnliche Rezeptoren die Wachstumsstimulation der Tumorzellen.
Hier setzt ein neues Forschungsprojekt der Universität Regensburg an, das die molekularen Strukturen der Tumorzellen und die zugrunde liegenden Wirkmechanismen auf der Ebene der Wachstumsfaktor-Rezeptoren untersucht. Im Rahmen des Projekts soll geklärt werden, warum der Herceptin-Antikörper das Tumorzellwachstum bei einigen Patientinnen aufhalten kann, bei anderen Patientinnen aber eine nur unzureichende Wirkung eintritt. Leiter des Forschungsteams ist PD Dr. Gero Brockhoff von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Regensburger Caritaskrankenhaus St. Josef, Kooperations- und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg. Ziel ist die Entwicklung effizienterer Therapien für die Behandlung von Brustkrebs. Die Regensburger Wissenschaftler werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten zwei Jahren mit rund 250.000 Euro gefördert.
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