Impfstoffentwickler VPM ist „Ausgewählter Ort im Land der Ideen"
Aus mehr als 2.000 Bewerbungen wurde die Vakzine Projekt Management GmbH (VPM) im Rahmen des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs von der Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen“ und der Deutschen Bank ausgewählt. Sie ist damit nach eigenen Angaben Teil der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“, die seit 2006 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt wird.
Die Auszeichnung wurde von Torsten Pirker, Deutsche Bank AG, in seiner Funktion als Partner des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ verliehen. „VPM bündelt die in Deutschland vorhandene Impfstoffexpertise, um innovative Projekte aus der Grundlagenforschung in die Anwendung voran zu bringen. Zusammen mit ihren Partnern trägt sie wesentlich dazu bei, dass die deutsche Impfstoffforschung Früchte trägt und den Menschen weltweit zugute kommt“, sagt Pirker.
Dr. Bernd Eisele, Geschäftsführer von VPM führt weiter aus, dass „häufig eine Lücke zwischen der wissenschaftlichen Arbeit an öffentlichen Forschungseinrichtungen und der biopharmazeutischen Arzneimittelentwicklung klafft". Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung wurde deshalb im Jahr 2002 die VPM gegründet. Ihr Ziel ist es, viel versprechende Impfstoffprojekte aus der öffentlichen Forschung aufzuspüren und so weit zu entwickeln, dass sie in die industrielle Impfstoffentwicklung überführt werden können. Bis heute hat VPM deutschlandweit mehr als 150 Impfstoffprojekte evaluiert und vier besonders aussichtsreiche davon einlizenziert. Anwendungsgebiete sind derzeit Multiple Sklerose, Tuberkulose, Krebs und Zytomegalie.
Für jedes lizenzierte Projekt stellt VPM ein Konsortium von Partnern mit spezifischer Expertise zusammen und steuert die Projektentwicklung nach internationalen Industriestandards. Zwei Impfstoffe, je einer gegen Krebs und gegen Tuberkulose, werden laut Unternehmen heute bereits in klinischen Studien am Menschen geprüft. „Sobald wir das Potenzial unserer Impfstoffkandidaten mit klinischen Daten belegen können, stoßen wir auf großes Interesse bei Industrie und Investoren“, sagt Eisele weiter. „Jetzt können wir die Partner gewinnen, die es braucht, um die Impfstoffe zur Marktreife zu führen und weltweit verfügbar zu machen.“
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