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HTLV
Die Abkürzung steht für Humanes T-Zell-lymphotropes Virus (veraltet auch: humanes T-Zell-Leukämievirus). "T-Zell-lymphotrop" bedeutet, dass die Viren dieser Gruppe bevorzugt T-Lymphozyten infizieren. Die HTL-Viren zählen zu den Retroviren und können beim Menschen maligne Lymphome und eine bestimmte Sonderform der T-Zell-Leukämie, die Adulte T-Zell-Leukämie (ATL) oder neurologische Erkrankungen auslösen, die Ähnlichkeiten mit der Multipler Sklerose aufweisen, bei der dieses Virus nicht gefunden wird. Weiteres empfehlenswertes FachwissenSeit den 1980er Jahren unterscheidet man zwei Virustypen:
Im Jahr 2005 wurden im tropischen Regenwald von Kamerun bei verschiedenen Individuen zwei neue Retroviren beschrieben, die provisorisch als HTLV-III und HTLV-IV klassifiziert wurden[1]. Die Sequenz eines ersten HTLV-III-Isolates wurde 2006 publiziert[2]. Es ist aufgrund der engen Sequenzhomologie zum schon einige Jahre bekannten Affenvirus STLV-III nicht klar, ob es sich wirklich um ein genuin menschliches Virus, und nicht einfach um ein auf den Menschen übertragenes Affenvirus handelt. Die endgültige Einordnung und Klassifizierung dieser beiden Viren steht noch aus. In den 80er Jahren wurde zeitweilig das HI-Virus als "HTLV-III" bezeichnet. Die humanen Viren HTLV-I und HTLV-II werden zusammen mit den sehr eng verwandten Affen-Retroviren STLV-I, -II und -III (Simian T-Zell lymphotrope Viren) zusammengefasst als Primaten-T-Zell lymphotrope Viren (primate T-cell lymphotropic viruses, PTLV). Der engste Verwandte im Tierreich ist das Bovine Leukämie-Virus (BLV), der Erreger der enzootischen Rinderleukose, ein ebenfalls lymphotrophes Virus, dessen Hauptwirt das Rind ist. In Europa sind Infektionen mit den HTL Viren sehr selten. Als Hauptinfektionsgebiete sind Mittel- und Südamerika und Japan bekannt. Literatur
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel HTLV aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |