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Dollosches GesetzDas Dollo'sche Gesetz der Irreversibilität der Entwicklung bezieht sich auf das biologische Fachgebiet der Evolution und besagt, dass eine gewisse Komplexität, einst verlorengegangen, keinesfalls in einem phylogenetisch älteren Organismus vollständig re-evoluiert werden kann. So erscheinen einmal ausgestorbene Tierarten nicht erneut in der Erdgeschichte. Aber auch verschwundene komplexe Merkmale werden nie auf dem umgekehrt gleichen Weg wieder komplett hergestellt. Weiteres empfehlenswertes FachwissenDieses auch als Dollos Gesetz oder Dollos Regel bezeichnetes Phänomen wurde etwa 1890 von dem französischen Paläontologen Louis Dollo (1857–1931) formuliert. So haben z. B. die Paarhufer und Unpaarhufer mit ihrer reduzierten Zehenzahl niemals mehr Arten mit wieder höherer Zehenzahl hervorgebracht. Zum Wasserleben übergegangene Säuger haben niemals wieder Kiemen ausgebildet, obwohl solche stets embryonal angelegt werden. Dollos Gesetz umfasst nicht die Re-Evolution von teilweise ursprünglichen Strukturen oder weniger komplexen Mechanismen, wie z. B. der sekundäre Wassergang der Landwirbeltiere (Wale, Delfine). Des Weiteren bleibt auch die konvergente Entwicklung hin zu funktionell identischen Organen unberücksichtigt. Die in der neueren Literatur angeführten Widerlegungen des Dolloschen Gesetzes, wie z. B. eine alternierende Abfolge von Flügelentwicklung und dessen Abwesenheit bei Gespenstschreckenarten (Phasmatodea) oder das Wiedererlangen eines spiralisierten Gehäuses bei Napfschnecken (Familie Calyptraeidae), beruhen auf "evolutionary developmental mechanisms" der Heterotopie bzw. Heterochronie und sind mit Vorsicht zu genießen.
Literatur
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dollosches_Gesetz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |